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10.05.2026
16:33 Uhr

Ärmelkanal außer Kontrolle: 200.000 Bootsmigranten in sieben Jahren – Großbritanniens Asylpolitik vor dem Kollaps

Es ist eine Zahl, die wie ein Donnerschlag durch Westminster hallt: Mehr als 200.000 Migranten haben seit 2018 in winzigen Schlauchbooten den Ärmelkanal überquert und britischen Boden erreicht. Mit der Ankunft von 70 weiteren Personen am Freitag, dem 8. Mai, wurde diese symbolträchtige Schwelle laut offizieller Statistik überschritten. Eine Marke, die sinnbildlich steht für das Versagen einer Migrationspolitik, die mit großen Worten und kleinen Taten operiert – auf der Insel ebenso wie auf dem europäischen Festland.

Eine tödliche Route, die niemanden mehr abschreckt

Die meisten der überfüllten Schlauchboote stechen von der nordfranzösischen Küste in See. Im vergangenen Jahr bezahlten nach Recherchen der Nachrichtenagentur AFP mindestens 29 Menschen ihre Hoffnung auf ein besseres Leben mit dem Tod, allein in den ersten Monaten dieses Jahres kamen sechs weitere Opfer hinzu. Trotz dieser dramatischen Zahlen reißt der Strom nicht ab – im Gegenteil. Die Schlepperbanden florieren, das Geschäft mit der menschlichen Verzweiflung blüht, und die Behörden hecheln den Entwicklungen wie so oft hinterher.

Starmer im Würgegriff der eigenen Versprechen

Der britische Premierminister Keir Starmer von der Labour-Partei hat sich mit der Parole „Zerschlagt die Gangs" einen Slogan gewählt, der im Wahlkampf gut klang, in der Realität aber bislang ähnlich wirkungslos verpufft wie das vollmundige „Stoppt die Boote" seines konservativen Vorgängers Rishi Sunak. Beide Premiers, beide Parteien, dasselbe Ergebnis: nichts. Die Boote kommen weiter, die Statistiken explodieren, das Vertrauen der Bürger schmilzt dahin wie Schnee in der Themse.

Innenministerin Shabana Mahmood will nun mit harten Bandagen gegen den Trend vorgehen. Geplant sei, den Schutzstatus für Geflüchtete deutlich abzusenken und automatische Sozialleistungen für Asylbewerber zu beenden. Maßnahmen, die in Deutschland längst überfällig wären – doch hierzulande herrscht stattdessen das Prinzip Hoffnung, gepaart mit dem Reflex, jede kritische Stimme als rechtspopulistisch zu brandmarken.

Reform UK auf dem Vormarsch – ein Menetekel auch für Deutschland

Bei den jüngsten Regionalwahlen hat die migrationskritische Partei Reform UK fulminante Zugewinne eingefahren. Die britischen Wähler bestrafen damit jene etablierten Parteien, die jahrelang versprochen und nicht geliefert haben. Ein Muster, das man in ganz Europa beobachten kann: Wo die Regierenden die Sorgen der eigenen Bürger ignorieren, wandern die Wählerstimmen unweigerlich an die politischen Ränder. Wer hätte das gedacht?

Im April vereinbarten London und Paris bereits eine Neuauflage ihres Abkommens zur Bekämpfung der irregulären Migration. Doch ähnliche Papiere wurden in den vergangenen Jahren mit schöner Regelmäßigkeit unterzeichnet – ohne dass sie messbare Wirkung gezeigt hätten. Die Tinte solcher Vereinbarungen ist meist noch nicht trocken, da legen die nächsten Boote ab.

Lehren für Deutschland – falls man sie ziehen will

Was sich vor der britischen Küste abspielt, sollte auch hierzulande als Warnung verstanden werden. Während Bundesinnenminister Alexander Dobrindt fast 48.000 verhinderte illegale Einreisen meldet und ein neues Abschiebegesetz ankündigt, bleibt die Frage, ob die Große Koalition unter Friedrich Merz tatsächlich den Mut aufbringt, das Migrationschaos der Ampel-Jahre zu beenden. Der Druck der Straße – und der Wahlurnen – wächst auch in Deutschland unaufhörlich.

Die Bilanz ist ernüchternd: Sieben Jahre Dauerkrise, 200.000 illegale Einreisen, dutzende Tote, Milliardenkosten für den britischen Steuerzahler. Und am Ende stehen Politiker, die mit immer neuen Slogans Aktionismus simulieren, während die eigentliche Lösung – nämlich konsequenter Grenzschutz und das ehrliche Eingeständnis, dass nicht jeder, der kommt, auch bleiben kann – weiterhin tabuisiert wird. In dieser Gemengelage zeigt sich erneut, warum krisenfeste Werte wie physische Edelmetalle für die Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio darstellen können – denn politische Instabilität und wirtschaftliche Folgekosten ungebremster Migration treffen am Ende immer den Sparer.

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