
Köln will Blicke kriminalisieren: Wenn das Ordnungsamt zur Sittenpolizei wird
Die Domstadt hat ein neues Feindbild ausgemacht – und es ist erschreckend banal: der Blick eines Mannes. Was sich wie eine schlechte Satire liest, ist bitterer Ernst der Kölner Stadtpolitik. Künftig sollen aufdringliche Blicke, Pfiffe oder anzügliche Kommentare im öffentlichen Raum vom Ordnungsamt geahndet werden können. Köln wäre damit die erste deutsche Stadt, die das sogenannte „Catcalling" als ordnungswidrig in die Stadtordnung aufnimmt. Ein Antrag der Ratspartei Volt hat den Stein ins Rollen gebracht, der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen beauftragte die Verwaltung bereits mit der Ausarbeitung. Bis September soll ein konkreter Regelungsvorschlag auf dem Tisch des Rats liegen.
Der Blick als Straftat – wenn die Realität zur Posse wird
Es ist eine bemerkenswerte Prioritätensetzung, die hier in der viertgrößten Stadt Deutschlands stattfindet. Während Köln seit der Silvesternacht 2015/16 als Synonym für das Versagen des Staates beim Schutz von Frauen vor massenhaften, real-physischen Übergriffen gilt, beschäftigt sich die Stadtpolitik nun mit der juristischen Sanktionierung von Blicken. Man reibt sich verwundert die Augen: Sollen jetzt Mitarbeiter des Ordnungsamtes mit dem Maßband ausrücken, um den Winkel eines „aufdringlichen Blicks" zu vermessen?
Die Volt-Stadträtin und Kriminaloberkommissarin Jasna Ibrić bezeichnete Catcalling als „sexuelle Belästigung und Gesetzeslücke". Sie habe selbst erlebt, dass ein Mann sie in der U-Bahn „anzüglich angestarrt" habe. Wie genau ein Tathergang nachgewiesen werden soll, der aus einem flüchtigen Blick oder einem Pfiff besteht – darauf bleibt die Stadt jede Antwort schuldig. Ein juristisches Minenfeld tut sich auf, das Tür und Tor für Denunziation und Willkür öffnet.
Die wahren Probleme bleiben liegen
Wer in Köln lebt, kennt die Realität: Eine Stadt, die mit explodierender Gewaltkriminalität, Messerangriffen und No-Go-Areas zu kämpfen hat. Die Kriminalstatistik in Deutschland weist Rekordwerte aus, und gerade Frauen werden Opfer schwerer Straftaten in einem Ausmaß, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Doch statt sich diesen drängenden Problemen zu widmen, beschäftigt sich die Verwaltung mit der Frage, wie man Pfiffe protokolliert.
Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier eine Symbolpolitik betrieben wird, die vom tatsächlichen Sicherheitsversagen ablenken soll. Echte Übergreifer werden in Deutschland mit milden Urteilen davonkommen, während der biodeutsche Bauarbeiter, der einer Passantin ein Kompliment macht, künftig mit dem Ordnungsamt rechnen muss. Eine Schieflage, die so absurd ist, dass sie kaum noch zu überbieten scheint.
SPD und Grüne wollen es bundesweit
Was in Köln beginnt, könnte bald deutsche Realität werden. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat bereits angekündigt, einen Gesetzentwurf vorzubereiten, der Catcalling bundesweit unter Strafe stellen soll. Die Berliner Grünen verabschiedeten 2026 einen entsprechenden Antrag mit dem klingenden Titel „Wir machen Catcalling strafbar". Es ist ein politisches Klima, in dem traditionelle zwischenmenschliche Interaktion zunehmend kriminalisiert wird – während die wirklichen Bedrohungen für die öffentliche Sicherheit verharmlost werden.
Ein gesellschaftliches Sittengemälde
Man muss sich fragen: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Einer, in der ein Mann eine Frau weder ansehen noch ansprechen darf, ohne juristische Konsequenzen befürchten zu müssen? In der zwischenmenschliche Kontakte nur noch über digitale Plattformen unter Klarnamenpflicht möglich sein sollen? Die demografische Realität spricht eine deutliche Sprache: Westliche Gesellschaften verzeichnen seit Jahren dramatische Geburtenrückgänge. Wer sich wundert, warum junge Menschen kaum noch Familien gründen, sollte vielleicht auch über solche Entwicklungen nachdenken.
Selbstverständlich ist sexuelle Belästigung – also tatsächliche, körperliche oder verbale Übergriffe – inakzeptabel und gehört konsequent geahndet. Doch hier geht es nicht um den Schutz von Frauen vor echter Gewalt. Hier geht es um die juristische Regulierung von Blicken, Mimik und Gestik. Es ist ein weiterer Baustein in einem Klima des Misstrauens, der Verdächtigung und der Verbotskultur, in dem traditionelle Werte wie zwischenmenschliche Wärme, Charme oder Höflichkeit unter Generalverdacht gestellt werden.
Gold und Silber: Wenn der Staat überall mitregiert
Die zunehmende Regulierungswut staatlicher Stellen – sei es im öffentlichen Raum, in der Wirtschaft oder im Privatleben – ist ein deutliches Zeichen für eine Gesellschaft, die ihr Vertrauen in Eigenverantwortung verloren hat. Wer in solchen Zeiten Vermögen erhalten will, sollte auf Werte setzen, die sich der politischen Willkür entziehen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden bewährte Krisenwährungen und ein verlässlicher Anker in einem Umfeld, in dem der Staat zunehmend in alle Lebensbereiche eingreift. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportefeuille bieten sie Stabilität und unabhängige Werterhaltung.
Hinweis: Der vorliegende Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Für individuelle Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Berater. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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