
Milliardenloch bei Porsche SE: Wie die Elektro-Träumerei den deutschen Auto-Adel ruiniert
Es ist ein Beben, das die deutsche Industrielandschaft erschüttert: Die Porsche SE, jene mächtige Beteiligungsholding der Familien Porsche und Piëch, hat im ersten Quartal 2026 einen Verlust von sage und schreibe 923 Millionen Euro in die Bücher schreiben müssen. Eine Zahl, die selbst hartgesottene Investoren erblassen lässt – und ein weiterer Sargnagel für jene Erzählung, Deutschland sei nach wie vor das Maß aller automobilen Dinge.
Die bittere Wahrheit hinter den roten Zahlen
Im Vorjahresquartal hatte das Minus noch bei rund 1,08 Milliarden Euro gelegen – eine "Verbesserung", die niemanden in Stuttgart-Zuffenhausen jubeln lässt. Schuld an der Misere ist eine Abschreibung auf die Volkswagen-Beteiligung, die in der Quartalsmitteilung mit 1,348 Milliarden Euro beziffert wird. Auf gut Deutsch: Der Wert der einstigen Perle des deutschen Maschinenbaus schmilzt wie Schnee in der Frühlingssonne.
Besonders entlarvend ist der Blick auf die Bewertungsdifferenz: Während die Porsche SE den Nutzungswert ihrer VW-Beteiligung intern noch mit stolzen 36,092 Milliarden Euro ansetzt, kommt der von den Börsenkursen abgeleitete Marktwert auf gerade einmal 14,2 Milliarden Euro. Eine Diskrepanz, die Bände spricht. Die Märkte haben das Vertrauen längst verloren – nur die Bilanzbuchhalter wagen noch nicht, die volle Wahrheit zu Papier zu bringen.
Volkswagen taumelt – und die Politik schaut zu
Der eigentliche Volkswagen-Konzern erzielte im ersten Quartal zwar einen Umsatz von 75,657 Milliarden Euro und ein Ergebnis nach Steuern von 1,564 Milliarden Euro. Doch die Zahlen liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Verkäufe brachen um 6,9 Prozent ein – in China sogar um katastrophale 20 Prozent, in Nordamerika um 9 Prozent. Trumps Zollpolitik, ein erbarmungsloser Wettbewerb aus Fernost und ein zunehmend feindliches Marktumfeld setzen dem einstigen Weltkonzern derart zu, dass die Frage erlaubt sein muss: Wie lange noch?
Hausgemachtes Desaster: Brüsseler Ideologie als Sargnagel
Es wäre zu einfach, allein auf chinesische Konkurrenz oder amerikanische Zölle zu zeigen. Die wahren Wurzeln des deutschen Auto-Dramas liegen in Berlin und Brüssel. Jahrelang hat man der deutschen Schlüsselindustrie eine grüne Transformations-Zwangsjacke übergestülpt, das Verbrenner-Aus zur quasi-religiösen Glaubensfrage erhoben und milliardenschwere Investitionen in eine Technologie diktiert, die der Markt – sprich: der zahlende Kunde – schlicht nicht in dem politisch erträumten Umfang nachfragt.
Während chinesische Hersteller wie BYD mit pragmatischer Härte den Weltmarkt aufrollen und amerikanische Konzerne den heimischen Markt durch Trumps Zollmauer abschotten, mästet sich der deutsche Staatsapparat weiter ungeniert an seinen Bürgern. Die Automobilindustrie hingegen, einst Stolz und Rückgrat der Republik, blutet aus.
225.000 Arbeitsplätze in Gefahr – und es wird schlimmer
Der Verband der Automobilindustrie rechnet bis 2035 mit dem Verlust von rund 225.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Autoindustrie. Eine Zahl, die in jeder anderen Nation zu einem politischen Erdbeben führen würde. In Deutschland? Schulterzucken in den Ministerien, weiter so beim grünen Umbau, hauptsache die Klimaneutralität bis 2045 steht im Grundgesetz. Dass Friedrich Merz, einst angetreten mit dem Versprechen einer wirtschaftsfreundlichen Wende, das 500-Milliarden-Sondervermögen beschließt und die ideologischen Klimavorgaben sogar verfassungsrechtlich zementiert, ist ein politischer Verrat sondergleichen an den arbeitenden Menschen dieses Landes.
Operativ noch profitabel – aber wie lange?
Immerhin: Bereinigt bleibt die Porsche SE operativ profitabel. Das angepasste Konzernergebnis nach Steuern lag im ersten Quartal bei 382 Millionen Euro, nach 484 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr hält die Holding an ihrer Prognose von 1,5 bis 3,5 Milliarden Euro fest. Doch wer die Spannweite dieser Vorhersage betrachtet, erkennt die tiefe Verunsicherung im Konzern. Zwei Milliarden Euro Schwankungsbreite – das ist keine Prognose mehr, das ist Hoffnungsökonomie.
Was bleibt dem Anleger?
Die Lehre aus diesem Debakel ist so simpel wie unbequem: Wer sein Vermögen ausschließlich an die Zukunft deutscher Industrieaktien knüpft, knüpft es an die wirtschaftspolitische Vernunft einer Regierung, die in den letzten Jahren wenig Anzeichen ebendieser Vernunft erkennen ließ. Volkswagen-Aktien, einst als grundsolide geltend, haben binnen weniger Jahre dramatisch an Wert verloren. Die Bilanzkosmetik der Holdings kann diese Realität nur noch notdürftig kaschieren.
In Zeiten, in denen ganze Industriezweige durch politische Fehlentscheidungen ins Wanken geraten, in denen Bilanzwerte über Nacht halbiert werden und in denen die Inflation durch ausuferndes Schuldenmachen weiter befeuert wird, gewinnen klassische Werte der Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in den großen Krisen der Geschichte immer wieder bewiesen, dass sie unabhängig von politischer Willkür, von ideologischen Transformations-Phantasien und von der Volatilität einzelner Unternehmensbeteiligungen ihre Funktion als Wertspeicher erfüllen. Ein gesund gestreutes Portfolio, in dem physische Edelmetalle als Stabilitätsanker dienen, könnte sich gerade in diesen Zeiten als sinnvolle Ergänzung erweisen.
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