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13.05.2026
12:42 Uhr

Trumps eiskaltes Bekenntnis: Wenn ein Präsident seine eigenen Bürger opfert

Es gibt Sätze, die einen ganzen Politikwechsel in wenigen Worten zusammenfassen. „Not even a little bit" – nicht im Geringsten. So lautete die Antwort des US-Präsidenten Donald Trump auf die Frage einer Reuters-Reporterin, ob ihn die wirtschaftliche Not seiner Landsleute bei seinen Entscheidungen im Iran-Krieg überhaupt beschäftige. Es war keine Entgleisung. Es war ein Bekenntnis.

Ein Präsident, der seine Wähler abschreibt

Trump legte sogar nach: Er denke über niemanden nach, einzig die Verhinderung iranischer Atomwaffen treibe ihn an. Das ist bemerkenswert. Da steht ein Mann an der Spitze der mächtigsten Demokratie der Welt, dessen Land unter der höchsten Inflation seit drei Jahren ächzt, dessen Tankstellenpreise durch die Decke gehen, dessen eigene republikanische Mehrheit für die Zwischenwahlen wackelt – und verkündet öffentlich, dass ihm das alles herzlich egal sei. Die MAGA-Basis, die ihn einst trug, wird sich verwundert die Augen reiben.

Dabei lehrt die Geschichte eine simple Regel: Demokratien beenden Kriege, wenn die Wähler die Rechnung nicht mehr zahlen wollen. Großbritannien gab nach 1945 sein Empire auf, weil die Bilanzen es erzwangen. Die Sowjetunion zerbrach in Afghanistan an leeren Kassen. Lyndon B. Johnson kostete Vietnam die Präsidentschaft. Kriege enden, wenn die Buchhaltung sie beendet. Im aktuellen Iran-Krieg jedoch wird mit dieser Regel bewusst gebrochen.

Die Zahlen, die Washington lieber verschweigt

Pentagon-Comptroller Jay Hurst nannte die Kriegskosten vor dem Repräsentantenhaus mit rund 29 Milliarden US-Dollar – vier Milliarden mehr als zwei Wochen zuvor. Verteidigungsminister Pete Hegseth weigerte sich, den Abgeordneten zu offenbaren, wann ein Nachtragshaushalt beantragt werde. Sogar der republikanische Vorsitzende des Verteidigungsunterausschusses, Ken Calvert, drängte zur Eile.

Das Bild der Bestände ist verheerend: Rund 1100 Stealth-Marschflugkörper – nahezu der gesamte Bestand – wurden verschossen. Über 1000 Tomahawks, das Zehnfache der Jahresproduktion. 1300 Patriot-Abfangraketen, mehr als zwei Jahresproduktionen. Lockheed Martin plant zwar einen Ausbau der Patriot-Fertigung von 650 auf 2000 Stück pro Jahr, doch Raketenmotoren lassen sich nicht per Dekret aus dem Boden stampfen. Jahre wird die Wiederauffüllung dauern, nicht Monate.

Iran lacht – und kassiert

Während Washington seine Arsenale leerschießt, sieht die Realität im Zielgebiet ganz anders aus, als es offizielle Verlautbarungen suggerieren. Geheimdienstberichte, die die New York Times enthüllte, zeigen: Iran verfügt noch über rund 70 Prozent seines Vorkriegs-Raketenbestands, kontrolliert 30 von 33 Raketenstellungen entlang der Straße von Hormus und 90 Prozent seiner unterirdischen Anlagen. Trumps Behauptung, das iranische Militär sei „dezimiert", ist schlicht nachweislich falsch.

Schlimmer noch: Teheran hat aus der Straße von Hormus eine kontrollierte Passage gemacht. Wer durchfahren will, verhandelt mit der iranischen Marine. Irak und Pakistan haben bereits bilaterale Abkommen geschlossen. Was als Blockade gegen den Iran gedacht war, hat sich zu einem iranischen Mautsystem entwickelt. Der Schiffsverkehr liegt bei fünf Prozent des Vorkriegsniveaus. Brent-Rohöl ist um über 50 Prozent gestiegen, LNG-Preise in Europa und Asien um 35 bis 50 Prozent.

Fanatismus als Staatsräson

Wer diese systematische Ignoranz gegenüber Kosten verstehen will, muss die alte Annahme klassischer Nutzenkalküle über Bord werfen. Trump und Netanjahu agieren aus zwei sich verstärkenden Antrieben. Da wäre einerseits die messianisch grundierte Allianz, gespeist aus apokalyptischen Strömungen des amerikanischen Evangelikalismus und einem revisionistischen Zionismus, der den Iran-Krieg als historische Gelegenheit zur Neuordnung des Nahen Ostens begreift. Andererseits steht Trumps Frontstellung gegen China im Hintergrund. Dass der Präsident am Mittwoch nach Peking fliegt und parallel neue Sanktionen gegen iranisch-chinesische Ölnetzwerke verhängt, ist kein Zufall.

Wer so denkt, akzeptiert eigene Verluste als Investition. 29 Milliarden Dollar, leere Munitionsdepots, Inflationsrekorde – alles Petitessen in einer neuen Weltordnung, deren Logik nicht mehr Kosten und Nutzen heißt, sondern Mission und Konfrontation.

Europa schläft – und Deutschland träumt mit

Und während diese Realität an Wucht gewinnt, was tut Europa? Was tut die deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz? Sie schaut weg, hofft auf transatlantische Solidarität und betet, dass schon irgendwie alles gut werde. Die alte Annahme, auch unberechenbare Verbündete kalkulierten am Ende kostenrational, ist hinfällig. Die Trump-Regierung versucht nicht einmal mehr den Anschein zu wahren, sie habe die Kosten unter Kontrolle. Sie erklärt offen: Kosten sind irrelevant.

Was bedeutet das für einen Kontinent mit gerade einmal 179 Millionen Barrel strategischer Ölreserven – im Vergleich zu Chinas 1,4 Milliarden? Für eine Industrie, deren Wettbewerbsfähigkeit am tropfenden Energiezufluss hängt? Für Sozialsysteme, die nach drei Jahren Inflation strukturell angeschlagen sind? Deutschland steht hier besonders exponiert da. Die Bundesrepublik hat sich erst durch die ideologisch motivierte Energiewende und dann durch den Bruch mit russischen Lieferungen in eine Sackgasse manövriert, aus der es kein bequemes Entrinnen gibt. Das 500-Milliarden-Sondervermögen der neuen Großen Koalition wird gegen einen explodierenden Ölpreis nicht viel ausrichten.

Europa befindet sich in einem Krieg, dessen Hauptkriegsführende Partei die ökonomischen Folgen für die Verbündeten weniger interessieren als für die eigenen Bürger. Und selbst die eigenen Bürger interessieren – not even a little bit.

Was bleibt dem Bürger?

Wenn Regierungen aufhören, kostenrational zu handeln, müssen die Bürger es umso mehr tun. Wer sein Erspartes auf einem Tagesgeldkonto liegen lässt oder auf staatliche Renten vertraut, sollte die Botschaft aus Washington sehr genau verstehen. Inflation, Energiekrise, geopolitische Eskalation – all das sind keine Schreckgespenster mehr, sondern messbare Realitäten. In solchen Zeiten haben sich physische Edelmetalle als bewährter Anker der Vermögenssicherung erwiesen. Gold und Silber kennen keine ideologische Sendungsmission, sie folgen keinen messianischen Drehbüchern – sie bewahren schlicht Kaufkraft, auch wenn Präsidenten ihre eigenen Wähler abschreiben.

Die EU müsste die neue Weltkriegsordnung endlich als das erkennen, was sie ist: kein transatlantisches Routineprojekt, sondern ein ideologisches Großvorhaben, dessen Kollateralschäden mitten in europäische Wohnzimmer und Werkshallen schlagen. Notfalls müssten eigene Überlebensinteressen sogar gegen Washington verteidigt werden. Doch wer in Berlin sollte den Mut dazu aufbringen? Die Antwort darauf bleibt die deutsche Politik bislang schuldig.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Die hier genannten Einschätzungen zu Kapitalanlagen, Edelmetallen oder wirtschaftlichen Entwicklungen ersetzen keine individuelle Beratung. Jeder Leser ist aufgefordert, eigene Recherchen anzustellen und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Eine Haftung für etwaige Vermögensschäden, die aus Handlungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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